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Der Sommer naht und damit auch die Urlaubszeit - und eine Sommerpause bei pallia. Vom 13. Juli bis zum 23. August werden keine Bestellungen versendet - was in dieser Zeit eingeht, wird erst nach der Sommerpause verschickt.

Vom 15. bis zum 19. August bin ich auf der WorldCon in Dublin anzutreffen - mit einem Stand in der Dealer's Hall.

Ich wünsche allen Kundinnen und Kunden einen schönen Sommer und eine erholsame Urlaubszeit!

Nächster Kurs in Erlangen: "Brettchenweben mit System", 31.8./01.09.

Im Kurs erkläre ich Brettchenweben nach einem System, mit dem die freie Musterbildung - ohne Musterschrift! - möglich ist. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet!

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeit: hier klicken.

Tüllengefäß

Das Gefäß mit sechs Tüllen und einer großen mittleren Öffnung, das in einem Grab in Pfakofen nahe Regensburg gefunden wurde, ist durch seinen Fundkontext als Textilgerät einzuordnen. In der Literatur wird das Gefäß meist als "Zwirngefäß" angesprochen - zum Zusammenzwirnen von zwei einzelnen Garnen wird aber kein Gefäß als Hilfsmittel benötigt, und andere Zwirne sind so gut wie auszuschließen.

Eine kleine Versuchsreihe, unter anderem beim Europäischen Textilforum 2009, hat aber gezeigt, daß Gefäße dieser Art tatsächlich ein ganz hervorragendes Textilwerkzeug sind - nämlich ein Hilfsmittel, um die Verwirrung der Fäden beim Schären einer Kette zum Brettchenweben zu vermeiden. Mit sechs Tüllen, die auch mit je zwei Fäden bedient werden können, bietet es ausreichend Möglichkeiten für das Schären von Ketten mit mehreren Farben, zum Beispiel für ein zweifarbiges Band mit andersfarbigen Randbrettchen.

Zum Schären einer Kette zuerst die einzelnen Garnknäuel vorbereiten. Für jedes Knäuel wird eine kleine Schale oder ein ähnliches Gefäß benötigt. Das Knäuel in die Schale legen und das Fadenende von außen durch eine der Tüllen in das Gefäß fädeln, dann durch die große Öffnung wieder nach außen führen. Für sechs oder weniger Fäden kann für jedes Knäuel eine eigene Tülle verwendet werden, bei mehr Fäden müssen sich mehrere Knäuel eine Tülle teilen. 

Für einen Brettchenweb-Endlosaufzug werden nun die Fäden durch den Brettchenstapel gezogen; für andere Aufzugsmethoden werden die Fadenenden gleich am ersten Ende der Schärstrecke befestigt. Das Tüllengefäß mit seinen Begleitschälchen etwa in der Mitte der Schärstrecke plazieren (das ist umso wichtiger, je länger die Schärstrecke ist). Beim Schären ist wichtig, die Garne nach oben aus dem Tüllengefäß zu ziehen, so gibt es einen schönen gleichmäßigen Fadenfluß ohne Änderungen in der Fadenspannung.

Das hier angebotene Gefäß ist an den Maßen des Pfakofener Fundes orientiert, aber in einem modernen Ofen gebrannt. 

Preis: 39,00 EUR
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Anzahl:
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